mariazart

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Freitag, 25. Jänner 2019, 20 Uhr
Hofkirche

 

Maria Zart
Kunstvolle Vokalpolyphonie um 1500

Jacob Obrecht (1457/58-1505)
Missa »Maria zart«


Vokalensemble beauty farm
Bart Uvyn – Countertenor
Hans Jörg Mammel – Tenor
Jon Etxabe-Arzuaga – Tenor
Joachim Höchbauer – Bass

 

Die Missa Maria zart von Jacob Obrecht ist so etwas wie die h-Moll-Messe der Renaissance: Ein absolutes Gipfelwerk! Keine andere Vertonung des Messordinariums aus dieser Zeit erreicht eine
solche Ausdehnung: Sie ist gut doppelt so lang wie „normale“ Messvertonungen der Renaissance. Auch in der kunstvollen Anwendung kontrapunktischer Techniken ist diese Messe Obrechts nahezu unübertroffen. Es liegt also nahe, dieses Werk mit einem besonderen Aufführungsanlass und einem besonderen Auftraggeber in Verbindung zu bringen. 1503 war Jacob Obrecht mit größter Wahrscheinlichkeit einer der illustren Gäste bei dem in Innsbruck und Hall stattfindenden und von vielfältigen Feierlichkeiten begleiteten Zusammentreffen zwischen Kaiser Maximilian I. und seinem Sohn Philipp dem Schönen, dem Regenten von Burgund.
Obrecht erhielt jedenfalls ein Honorar für die Komposition einer Marienmesse - wahrscheinlich, wie der Obrecht-Spezialist Rob C. Wegman annimmt, für seine Missa Maria zart. Der Messe liegt ein ungewöhnlich langes geistliches Lied als Parodie-Modell zugrunde, dessen Ursprung in Tirol vermutet wird. Das junge bereits international erfolgreiche Vokalensemble beauty farm stellt sich der besonderen Herausforderung, Obrechts Meisterwerk als Beitrag zum Maximilian-Jubiläumsjahr anlässlich des 500. Todestages des Kaisers zu interpretieren.

www.beautyfarm-vocalgroup.de

 

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In Kooperation mit dem Alte-Musik-Festival des
Wiener Konzerthauses Resonanzen