amor

Kartenvorverkauf

Montag, 8. März 2021, 20 Uhr
Canisianum

 

Amor, Fortuna e Morte: Lamento d’Arianna 
Madrigalkunst im italienischen Frühbarock
Werke von L. Luzzaschi, C. de Rore,
C. Gesualdo, C. Monteverdi, G. Kapsberger u.a.


Vokalensemble Profeti della Quinta

 

Der in Ferrara und Venedig tätige Flame Cipriano de Rore schlug mit seinen Werken ein neues Kapitel in der Madrigalkomposition auf: Seine unvergleichliche Kunst, Poesie und Affekte in Musik zu setzen, wirkte vorbildhaft auf spätere Generationen von Komponisten, die sich in dieser Königsdisziplin der Vokalkunst versuchten. An Cipriano de Rore orientierten sich u. a. Luzzaschi, Gesualdo und Monteverdi, auch wenn diese herausragenden Musikerpersönlichkeiten jeweils eigene, innovative Wege beschritten. Gesualdo trieb die Chromatik auf die Spitze; er war ein musikalischer Manierist. Dabei wagte er sich nicht einmal so weit wie sein Zeitgenosse Scipione Lacorcia, dessen Madrigal Ahi, tu piangi wie Avantgarde-Musik des 20. oder 21. Jahrhunderts klingt. Monteverdi arbeitete das berühmte Lamento aus seiner (leider sonst verschollenen) Erfolgsoper Arianna zu einem großartigen Madrigal um – dieses und viele andere vokale Perlen erklingen im Konzert des für die Interpretation italienischer Madrigale prädestinierten Ensembles Profeti della Quinta, das ein immer wieder gern gesehener und gehörter Gast in unserer Konzertreihe ist.

 

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